Das dicke Ende der Kirtan Kriya...

Die Kirtan Kriya und ich - 90 Tage - wir wurden keine Freunde....

 

Und so kam es, dass ich bisher auch nicht von meiner Erfahrung berichtet habe.

Ich beendete die Zeit und wollte sie einfach nur hinter mir lassen. Nicht mehr dran denken, nicht mehr darüber sprechen. Aus den Augen, aus dem Sinn.

 

Aber eine Blog-Leserin fragte mich, wie es weiter ging, welche Erfahrungen ich noch machen durfte. Und auch, wenn diese Erfahrungen eher unschön für mich waren, zumindest oberflächlich betrachtet, so sage ich dennoch, dass ich sie machen DURFTE. Denn unter der Oberfläche hat sich sicherlich was getan, auch wenn mir vielleicht nicht klar ist, was.

Aus diesem Grund möchte ich berichten und hoffe, es stillt deine Fragen.

 

90 Tage hatte ich geschafft, aber eigentlich hatte die Kirtan Kriya mich geschafft. 

Die Zeit mit ihr wurde nicht besser.

Es kamen keine Wellen mehr. Es blieb dauerhaft ätzend, ich blieb dauerhaft ätzend.

Über die Zeit wurde ich immer kraftloser, und auch ich hatte das Gefühl, die Pest am Leib zu haben.

Meine Schüler blieben weg.

Im Mittwochs-Kurs saßen wir nachher nur noch zu Dritt.

DANKE an die beiden starken Frauen, die es mit mir und meiner Energie aushalten konnten.

Ich war einfach leer, genervt, missmutig...

Nicht, dass ich es an meinen Schülern ausgelassen hätte, aber unbewusst haben sie es sicherlich gespürt. Ich konnte mich selbst nicht ausstehen.

Meine Familie litt ebenfalls. Sie sehnten sich, genau wie ich, nach Tag X, dem Ende der Meditation. 

 

Ich hatte seltsame Träume, 

Normalerweise träume ich immer aus meiner Perspektive. Ich bin Ich.

Ich träume Sachen, die, wenn auch manchmal absurd, trotzdem in mein jetziges Leben passen.

Aber ich fing an aus anderen Perspektiven zu träumen. 

Ich war nicht die Person, die ich jetzt bin. Die Träume waren anders. 

Ich sah und tat Dinge, die mich erschreckten und ekelten, und auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. 

Meine Träume belasteten mich sehr. 

Ob sie aus alten Leben stammen?!

Fakt ist: Die Kirtan Kriya ist mega mega intensiv und kraftvoll.

 

Man soll eine Meditation ja so lange machen, bis man sie gemeistert hat.

Ich habe sie definitiv NICHT gemeistert.

Mit Sicherheit wäre da noch mehr passiert, hätte ich tiefer gerührt, wäre vielleicht Klarheit entstanden und es hätten sich Dinge geklärt.

Aber es ging nicht mehr !!! Ich hatte keine Kraft mehr.

Es hat lange gedauert, bis ich mich erholt hatte und wieder in meine Kraft kam.

Ja ja, ich weiß, dass ich nochmal dran muss, aber nö nö, erst einmal nicht.

Es gibt ja noch andere Meditationen, die man ausprobieren und mit denen man Erfahrungen machen möchte. ;-)

 

Ich hatte es also 90 Tage durchgehalten und der letzte Tag war passender Weise Neumond.

Eine gute Zeit, um mit einer neuen Phase zu beginnen. Einer Kirtan Kriya- freien Phase.

An diesem Tag hatte ich außerdem ein Aquarian Sadhana geplant.

Es hatten sich 12 TeilnehmerInnen angemeldet, mehr als ich in meinen Kursen hatte :-/

Deswegen wollte ich es auf gar keinen Fall ausfallen lassen.

Aber am Freitag Abend, der Abend davor, bekam ich leichtes Fieber, fühlte mich noch weniger in meiner Kraft, aber ich wollte dieses Sadhana auf gar keinen Fall ausfallen lassen, wo doch so viele Menschen um 5:30 Uhr zum Yoga erscheinen wollten.

Also nahm ich abends ein fiebersenkendes Mittel, schlief gut, fühlte mich gut. 

Morgens nahm ich, shame on me - ich würde jedem dafür den Kopf waschen, prophylaktisch erneut ein fiebersenkendes Mittel, damit ich bloß fieberfrei bleiben würde.

Das Aquarian Sadhana war toll, immer wieder eine magische Zeit.

Aber gegen  8:30 Uhr war ich fix und fertig, räumte auf, schleppte mich nach Hause, fiel ins Bett und wurde richtig krank.

Eine Woche ging NICHTS mehr, ich war völlig tiefenerschöpft. 

In mein angeschlagenes Kirtan Kriya - Tief hatte sich eine Grippe eingenistet.

Und es war kein gewöhnlicher grippaler Infekt, die kenne ich, es war heftiger.

Jenseits von Gut und Böse.

Mein Körper brannte jeden Mist und jeden Dreck raus und fieberte was das Zeug hielt.

Ich nahm es positiv und ließ ihn auch ungebremst den Rest der Woche fiebern, schonte mich und blieb liebevoll zu mir.

 

Wie gesagt, es dauert lange, bis ich wieder in meine Kraft fand, aber ich bin froh, die Kirtan Kriya gemacht zu haben. Und ich hoffe noch immer, dass dich meine Erfahrungen nicht abschrecken.

Ich habe viele positive Berichte und Erfahrungen über die Kirtan Kriya gelesen, auch wenn ich das immer nicht nachvollziehen konnte und mich fragte, ob ich was falsch machen würde...

 

Bitte schreib mir doch über deine Erfahrungen.

Ich freue mich über eine Austausch.

 

Desweiteren wünsche ich dir Kraft und jede Menge Selbstliebe, sowie tolerante starke Menschen, die dich begleiten.

 

Deine Ravi Mahan